Wer ein iPhone, iPad oder Mac nutzt, ist automatisch iCloud-Nutzer – auch wenn das nicht immer bewusst wahrgenommen wird. Apple richtet den Dienst bei jedem neuen Gerät automatisch ein: Fotos werden synchronisiert, Backups laufen im Hintergrund, Kontakte erscheinen nahtlos auf dem nächsten Gerät. Das funktioniert zuverlässig – bis der Speicher voll ist, die Kosten unklar werden oder sich die Frage stellt, wo die eigenen Daten tatsächlich gespeichert sind.

Dieser Artikel erklärt, was iCloud wirklich leistet, was der Speicher kostet, wie iCloud Mail eingerichtet wird und worauf Sie in der Schweiz beim Thema Datenschutz besonders achten sollten.

Inhaltsverzeichnis

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Was ist iCloud?

iCloud ist Apples hauseigener Cloud-Dienst zur Speicherung, Synchronisierung und geräteübergreifenden Bereitstellung von Daten. Fotos, Dokumente, Kontakte, Kalender, Passwörter und vollständige Gerätesicherungen laufen darüber – ob auf iPhone, iPad, Mac oder Windows-PC.

Apple führte iCloud 2011 ein; seither ist es zu einem zentralen Bestandteil des Apple-Ökosystems geworden. Die Grundlage bildet die Apple-ID, über die alle verknüpften Geräte auf dieselben synchronisierten Daten zugreifen. Technisch basiert iCloud auf einer verteilten Cloud-Infrastruktur, die Apple teilweise selbst betreibt und teilweise über Drittanbieter wie Amazon Web Services und Google Cloud Platform realisiert. Jeder Apple-Account erhält 5 GB kostenlosen Speicherplatz – eine Menge, die bei aktiver Nutzung schnell ausgeschöpft ist. Pakete mit erweitertem Speicher und zusätzlichen Datenschutz-Funktionen vermarktet Apple unter dem Namen iCloud+.

Die wichtigsten iCloud-Funktionen

iCloud Drive

iCloud Drive ist der Dateimanager in der Cloud und funktioniert vergleichbar mit Google Drive oder OneDrive. Dokumente, PDFs, Tabellen, Präsentationen und beliebige andere Dateien lassen sich ablegen und von allen verbundenen Apple-Geräten aufrufen – über den Finder auf dem Mac, die Dateien-App auf iPhone und iPad oder per Browser über icloud.com. Unter Windows lässt sich iCloud Drive als Laufwerk in den Datei-Explorer einbinden.

iCloud Fotos

iCloud Fotos synchronisiert Bilder und Videos automatisch in voller Auflösung auf alle verbundenen Apple-Geräte. Um lokalen Speicherplatz zu schonen, kann die Option «Speicher optimieren» aktiviert werden: Auf dem Gerät verbleiben dann nur verkleinerte Vorschauversionen, während die Originaldateien in der Cloud gespeichert bleiben. Die gesamte Mediathek ist auch über den Browser abrufbar.

iCloud Backup

Sobald das iPhone mit WLAN verbunden, gesperrt und an eine Stromquelle angeschlossen ist, erstellt iCloud automatisch ein tägliches Backup. Enthalten sind App-Daten und Einstellungen, das Home-Screen-Layout, iMessage- und SMS-Verläufe, Fotos und Videos (sofern iCloud Fotos nicht aktiv ist), Kaufverläufe von Apple-Diensten sowie WLAN-Passwörter. Das Backup vereinfacht den Gerätewechsel erheblich – belastet jedoch vollständig das verfügbare Speicherkontingent.

iCloud-Schlüsselbund

Der iCloud-Schlüsselbund speichert und synchronisiert Passwörter, Kreditkarteninformationen und WLAN-Zugangsdaten Ende-zu-Ende-verschlüsselt über alle verbundenen Apple-Geräte. Selbst Apple hat keinen Zugriff auf diese Daten.

«Wo ist?» (Find My)

Über iCloud können verlorene oder gestohlene Apple-Geräte geortet, aus der Ferne gesperrt oder deren Inhalte gelöscht werden. Die Funktion nutzt neben GPS auch das weitreichende Netzwerk aller Apple-Geräte, um selbst offline befindliche Geräte zu lokalisieren.

iCloud Mail, Kontakte und Kalender

Mit einem Apple-Account erhalten Sie automatisch eine @icloud.com-E-Mail-Adresse, die einmalig aktiviert werden muss. iCloud Mail lässt sich über den Browser unter icloud.com aufrufen und als IMAP-Account in gängige E-Mail-Clients einbinden. Kontakte und Kalender werden ebenfalls automatisch über alle Geräte synchronisiert. Für den privaten Gebrauch ist das praktikabel – wer jedoch professionell kommuniziert oder als Unternehmen nach aussen auftritt, ist mit einer eigenen E-Mail-Adresse unter einer eigenen Domain erheblich besser aufgestellt.

iCloud+ und erweiterte Funktionen

Mit einem kostenpflichtigen iCloud+-Abo erhalten Sie neben mehr Speicherplatz auch zusätzliche Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen. iCloud Private Relay leitet den Internetverkehr in Safari über zwei getrennte Relays, sodass weder Apple noch der Netzbetreiber die vollständige Browser-Aktivität einsehen können. «E-Mail-Adresse verbergen» erstellt zufällige Einmal-Adressen, die an die echte Adresse weiterleiten. Darüber hinaus ermöglicht iCloud+ die Nutzung einer eigenen Domain mit iCloud Mail sowie die verschlüsselte Speicherung von Aufnahmen kompatibler Überwachungskameras über HomeKit Secure Video.

iCloud Speicher: Preise und Kosten im Überblick

Der kostenlose Speicher von 5 GB reicht für intensive Nutzung kaum aus. Apple bietet folgende kostenpflichtige iCloud+-Pakete an, abgerechnet in Schweizer Franken:

SpeicherMonatspreis (CHF)Familienfreigabe
5 GBkostenlos
50 GBCHF 1.00
200 GBCHF 3.00bis 6 Personen
2 TBCHF 10.00bis 6 Personen
6 TBCHF 30.00bis 6 Personen
12 TBCHF 60.00bis 6 Personen

Pakete ab 200 GB lassen sich über die Familienfreigabe auf bis zu sechs Personen aufteilen. Die grösseren Speicherpläne sind auch Bestandteil des Apple One Premier-Abos. Wichtig zu beachten: iCloud ist primär für Nutzer im Apple-Ökosystem konzipiert. Wer auf Windows oder Android unterwegs ist, erreicht nur einen eingeschränkten Teil der Funktionen.

iCloud auf verschiedenen Plattformen

Mac und iOS/iPadOS: 

Vollständig in das Betriebssystem integriert; alle Funktionen stehen nativ zur Verfügung.

Windows: 

Über die offizielle iCloud-App aus dem Microsoft Store lassen sich iCloud Drive, Fotos, Passwörter (in Chrome und Edge) sowie Lesezeichen synchronisieren. Die App gilt allerdings historisch als weniger stabil als die Mac-Entsprechung, und einige Funktionen – etwa die vollständige Verwaltung von iPhone-Backups – bleiben dem Mac vorbehalten.

Browser: 

Über icloud.com haben Sie von jedem Gerät mit Internetzugang auf Mail, Kontakte, Kalender, Fotos, iCloud Drive, Notizen und die «Wo ist?»-Funktion Zugriff.

Android und Linux: 

Apple bietet keine native iCloud-App für Android oder Linux. Der Zugriff ist ausschliesslich über den Browser via icloud.com möglich – mit entsprechend eingeschränktem Funktionsumfang.

Vorteile von iCloud

Die nahtlose Integration ins Apple-Ökosystem ist der entscheidende Vorteil: Fotos, Kontakte und Passwörter synchronisieren sich automatisch ohne manuelles Eingreifen. Wer mehrere Apple-Geräte nutzt, profitiert davon von Anfang an.

Automatische Backups schützen zuverlässig vor Datenverlust und vereinfachen den Wechsel auf ein neues Gerät erheblich.

Der iCloud-Schlüsselbund bietet eine komfortable und zugleich sichere Passwortverwaltung mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung quer über alle Apple-Geräte.

iCloud Private Relay – in iCloud+-Tarifen enthalten – verbessert die Privatsphäre beim Surfen in Safari spürbar.

Die Bedienung ist Apple-typisch aufgeräumt und intuitiv, auch für Nutzer ohne technischen Hintergrund.

Nachteile und Grenzen

Mit nur 5 GB kostenlosem Speicher liegt iCloud deutlich hinter Google Drive (15 GB). Fotos und Backups füllen das freie Kontingent rasch, was monatliche Zusatzkosten nach sich zieht.

Die enge Bindung ans Apple-Ökosystem ist eine klare Einschränkung: Wer auf Android oder Windows wechselt, verliert den Grossteil der Funktionalität. iCloud ist kein plattformübergreifender Dienst.

Für kollaboratives Arbeiten an Dokumenten sind Google Drive und OneDrive erheblich leistungsfähiger. iCloud Drive eignet sich primär für die persönliche Dateiablage.

Für professionelle Anforderungen wie E-Mail-Hosting mit eigener Domain, Webhosting oder dedizierte Serverinfrastruktur ist iCloud schlicht nicht konzipiert. Hier stösst der Dienst an grundsätzliche Grenzen.

Sicherheit und Datenschutz: Was Sie in der Schweiz wissen müssen

Apple setzt bei iCloud auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Die Datenübertragung erfolgt grundsätzlich über TLS-verschlüsselte Verbindungen; auf den Servern werden die meisten Daten mit AES-128-Bit-Verschlüsselung oder höher gespeichert. Besonders sensible Kategorien wie der iCloud-Schlüsselbund, Health-Daten, Zahlungsinformationen und Nachrichten sind standardmässig Ende-zu-Ende-verschlüsselt – Apple hat darauf keinen Zugriff.

Mit der erweiterten Datenschutzfunktion (Advanced Data Protection), seit Ende 2022 auch in der Schweiz verfügbar, lässt sich nahezu für alle iCloud-Kategorien eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aktivieren. Ausgenommen bleiben iCloud Mail, Kontakte und Kalender, da diese auf interoperablen Protokollen basieren. Wer Wert auf maximale Datensicherheit legt, sollte diese Funktion in den iCloud-Einstellungen aktivieren.

Trotzdem gibt es Punkte, die insbesondere für Unternehmen und Selbstständige in der Schweiz von Bedeutung sind:

Apple ist ein US-amerikanisches Unternehmen und unterliegt US-Recht – einschliesslich des CLOUD Act, der US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen Datenzugriff erlaubt. Die iCloud-Infrastruktur in Europa betreibt Apple teilweise über Amazon Web Services und Google Cloud Platform, also ebenfalls US-amerikanische Anbieter. Die serverseitige Infrastruktur liegt damit ausserhalb der eigenen Kontrolle.

Für Schweizer Unternehmen, die Kundendaten verarbeiten und dem revidierten Datenschutzgesetz (revDSG) unterstehen, ist das ein Aspekt, der sorgfältig abgewogen werden muss. Wer Wert auf Datenhaltung in der Schweiz und Unabhängigkeit vom US-Recht legt, sollte Alternativen mit ausschliesslich schweizerischer Infrastruktur prüfen.

iCloud im Vergleich: Google Drive und OneDrive

Google Drive überzeugt dort, wo geräteunabhängiges und kollaboratives Arbeiten im Vordergrund steht. OneDrive ist die logische Wahl für Nutzer im Microsoft 365-Umfeld. iCloud gewinnt klar, wenn das komplette Setup aus Apple-Geräten besteht und automatische Synchronisierung ohne Konfigurationsaufwand gewünscht wird. Für geschäftskritische Anforderungen mit Anspruch an Datensouveränität stossen alle drei Dienste jedoch an ähnliche Grenzen – sie alle unterliegen US-Recht.

MerkmaliCloudGoogle DriveOneDrive
Kostenloser Speicher5 GB15 GB5 GB
PlattformunterstützungPrimär AppleAlle PlattformenAlle Plattformen
KollaborationEingeschränktSehr gutGut
Rechtlicher RahmenUS-RechtUS-RechtUS-Recht
StärkeApple-ÖkosystemPlattformübergreifendMicrosoft 365

Ist iCloud das Richtige für Sie?

Wer ausschliesslich iPhone, iPad und Mac verwendet und eine reibungslose, wartungsarme Synchronisierung aller Gerätedaten sucht, ist mit iCloud gut bedient. Sobald jedoch plattformübergreifende Anforderungen, kollaboratives Arbeiten, dedizierte Serverressourcen oder professionelle Aussenwahrnehmung eine Rolle spielen, zeigen sich die Grenzen des Dienstes schnell.

Besonders bei der E-Mail-Kommunikation gilt: Eine @icloud.com-Adresse ist an den persönlichen Apple-Account gebunden und wirkt im Geschäftskontext unprofessionell. Eine eigene E-Mail-Adresse unter einer eigenen Domain ist nicht nur professioneller, sondern auch unabhängiger von einem einzelnen Anbieter – und lässt sich mit einem Schweizer Hosting-Anbieter datenschutzkonform in der Schweiz betreiben.

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Während iCloud primär für die Synchronisation persönlicher Daten im Apple-Ökosystem ausgelegt ist, benötigen Unternehmen und Fachleute häufig leistungsfähigere und flexiblere Lösungen – mit voller Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Datenschutz.

METANET bietet Ihnen dafür ein umfassendes Portfolio, gehostet auf Servern in der Schweiz, abgerechnet in Schweizer Franken und vollständig revDSG-konform:

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